Gebrauch der Lohnnachweiskarte

Eintragungen in die Lohnnachweiskarte dürfen nur von Arbeitgebern im Maler- und Lackiererhandwerk, denen durch die Kasse eine Betriebskonto-Nummer zugeteilt wurde und nur für den eigenen Betrieb, vorgenommen werden.

Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die bei einem vorangegangenen Arbeitsverhältnis unterlassenen Eintragungen vorzunehmen. Die Lohnnachweiskarte ist zu diesem Zweck dem früheren Arbeitgeber vorzulegen.

Im Teil C der Lohnnachweiskarte sind, mit Durchschrift auf Teil B, folgende Eintragungen vom Arbeitgeber vorzunehmen:

Spalte 1:

Rechstverbindliche Unterschrift und Firmenstempel des Arbeitgebers
Der Arbeitgeber bestätigt durch seine Unterschrift die Richtigkeit der Eintragungen in der jeweiligen Zeile.

Spalte 2:

Betriebskonto-Nummer und Zeitraum des Arbeitsverhältnisses
Zusammenhängende Beschäftigungszeiten sind in einer Zeile einzutragen. Es bestand kein Arbeitsverhältnis, wenn wegen schlechter Witterung (§ 46 RTV) gekündigt wurde. Wenn das Beschäftigungsverhältnis im gleichen Jahr wieder aufgenommen wurde, dann sind getrennte Eintragungen erforderlich.

Spalte 3:

Bruttolohn (für Beschäftigungszeitraum)
(siehe Berechnung des Beitrags)

Spalte 4:

Urlaubsprozentsatz
(siehe Urlaubsdauer)

Spalte 4a, Zeile 1:

Resturlaubsentgeltanspruch aus dem Vorjahr
Das Resturlaubsentgelt aus der Lohnnachweiskarte des Vorjahres wird in dieser Spalte in die Karte des neuen Jahres übernommen und bei der Berechnung des Anspruches entsprechend berücksichtigt.
Wichtig: Prüfen Sie anhand des ausgehändigten Teiles B der Lohnnachweiskarte des Vorjahres, ob dieser Betrag mit dem Resturlaubsentgelt übereinstimmt.

Spalte 4a, Zeilen 2 - 5:

Urlaubsentgeltanspruch aus Bruttolohn bzw. Summer der Ausgleichsbeträge
Durch Mulitplikation des Bruttolohnes (Spalte 3) mit dem Prozentsatz (Spalte 4) wird der Urlaubsentgeltanspruch des Arbeitnehmers ermittelt. Auszahlungen von Urlaubsgeld an den Arbeitnehmer über den Anspruch hinaus sind nicht zulässig und gehen zu Lasten des Arbeitgebers.

Der für das Urlaubsjahr gültige Anspruchsprozentsatz wird ab 2012 auf der Lohnnachweiskarte aufgedruckt.

Spalte 4b:

Kennzeichnung für Ausgleichsbeträge
Vermindert sich der Bruttolohn durch eine vorausgegangene unverschuldete Arbeitsunfähigkeit (z. B. Krankheit), wird für das so verursachte geringere Urlaubsentgelt ein Ausgleich gewährt.

Dies gilt auch für:

  • Arbeitsverhinderung wegen schlechter Witterung
  • Mutterschutzzeiten
  • berufliche Weiterbildung
  • Wehrübung
  • Ehrenamtstätigkeit
  • Kurzarbeit

Voraussetzungen, Höhe und Kennzeichnung der jeweiligen Ausgleichsbeträge sind unter Urlaubsentgelt-Ausgleich für Fehlzeiten beschrieben.

Spalten 5a, 5b und 6:

Gewährter Urlaub
Die Eintragungen in diesen Spalten betreffen ausschließlich die Urlaubsgeldauszahlung an den Arbeitnehmer. Der Bruttobetrag in Spalte 6 der Lohnnachweiskarte setzt sich zusammen aus dem Urlaubsentgelt (Spalte 5a) zzgl. dem zu zurechnendem 15 %-igen zusätzlichen Urlaubsgeld (Spalte 5b). Unterbleibt die Eintragung gewährten Urlaubs, so ist bei einem Arbeitsplatzwechsel des Arbeitnehmers für den nachfolgenden Arbeitgeber die erfolgte Urlaubsgewährung nicht zu erkennen. Dieses kann zu Doppelzahlungen von Urlaubsgeldern führen. Die uk muss den Arbeitgeber, der die Eintragungen unterlassen hat, für den Schaden haftbar machen.

Resturlaubsentgelt
Abschließend wird der Resturlaubsentgeltanspruch durch die Subtraktion der Summen aus den Spalten 4a und 5a ermittelt.