Attraktives Handwerk

Fairer Wettbewerb am Markt

Maler-Lackiererhandwerk: attraktiv - zukunftssicher

Das Maler- und Lackiererhandwerk bietet erstklassige Zukunftsperspektiven in einem spannenden, vielfältigen Berufszweig.  Für das personalintensive Handwerk sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm wichtig.

Attraktive Rahmenbedingungen sind zwingend notwendig, um die besten Köpfe zu gewinnen und in den Betrieben zu halten. Das Maler- und Lackiererhandwerk ist starken saisonalen und konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt. Daraus ergeben sich einige Besonderheiten. Branchenübergreifende Regelungen wie das Bundesurlaubsgesetz etc. sind dort zu starr. Sie wirkten sich nachteilig für Betriebe und Mitarbeiter aus. Es mussten flexiblere Lösungen her.

Daher wurden von den Tarifvertragsparteien gemeinsame Einrichtungen geschaffen. Entscheidungen einer vorausschauenden Tarif- und Sozialpolitik, die sich bewährt haben und heute aktueller denn je sind:

  • 1971 wurde die Urlaubskasse gegründet. Durch die tariflichen Urlaubsregelungen für Maler und Lackierer wurden nachteilige Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes ausgeschaltet.
  • 1975 folgte die Gründung der Zusatzversorgungskasse. Ihre vorrangige Aufgabe ist es, eine leistungsstarke zusätzliche Altersvorsorge anzubieten. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) steht ein modernes, stabil aufgestelltes Versicherungsunternehmen bereit.

Träger und tarifverantwortliche Organe der Malerkasse

Die Malerkasse ist eine gemeinnützige Organisationen, in der Trägerschaft der Arbeitgeberverbände im Maler-Lackiererhandwerk und der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt. Grundlage für die Arbeit der Malerkasse sind die Tarifverträge und die Vorgaben aus den von den Trägern besetzten Gremien (Mitgliederversammlung, Aufsichtsrat, Vorstand). Dies ist Garant für die Nähe zum Handwerk und zum Markt.

Optimal auf das Handwerk zugeschnitten

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft stellt die Betriebe künftig vor neue, große Herausforderungen zur Fachkräftesicherung und -gewinnung. Verstärkt wird dies durch das zunehmende Ausscheiden der Älteren Beschäftigten im Handwerk. Die Malerkasse schafft optimale Voraussetzungen um die Attraktivität der Branche zu verbessern und qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.

Gleichzeitig werden die Betriebe, von den Belastungen des Bundesurlaubsgesetzes befreit; beispielsweise von der Vorwegnahme des gesamten Jahresurlaubs schon zum Beginn des Urlaubsjahres. Als der Gesetzgeber das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in Kraft setzte, ging er davon aus, dass Arbeitnehmer mindestens ein volles Jahr lang in ihrem Betrieb arbeiten. Darum erwirbt ein Mitarbeiter bereits nach 6-monatiger Betriebszugehörigkeit vollen Anspruch auf seinen Jahresurlaub. Verlässt der Mitarbeiter danach das Unternehmen, hat der Betrieb das Nachsehen.

Doch im Maler- und Lackiererhandwerk herrschen andere Bedingungen!

Kurze Beschäftigungsverhältnisse erfordern spezielle Regeln

Witterungseinflüsse erschweren eine ganzjährige Beschäftigung für Maler und Lackierer. Der Rahmentarifvertrag sieht die Schlechtwetterkündigung und allgemein kürzere Kündigungsfristen vor. Die starren Regeln des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG) passen für kurzzeitige Beschäftigungen nicht. Die Regelungen der Malerkasse berücksichtigen die Besonderheiten der Branche und schaffen eine faire und kalkulierbare Regelung für alle.

  • Das Malerkassen-Verfahren geht - abweichend vom Bundesurlaubsgesetz - von einem anderen Prinzip aus: Der Mitarbeiter muss sich seinen Urlaubslohn erst in Geld verdienen („ansparen“) und kann nur so viel Urlaubstage (Zeit) nehmen, wie er angespart hat. Die „Philosophie“ ist also genau umgekehrt: Es entsteht ein erarbeiteter (Urlaubslohn), dem der Zeitanspruch (Urlaubstage) folgt.
  • Zu den Leistungen der Malerkasse gehört ebenfalls die Insolvenzsicherung der Arbeitszeitkonten. Erst durch diese Regelung konnten im Maler-Lackiererhandwerk Arbeitszeitkonten eingeführt werden, die über den gesetzlichen vorgegebenen Zeitraum hinausgehen. Ein unerlässliches Instrument zur Arbeitszeit-Flexibilisierung und Ausschöpfung von Auftragsspitzen. Eine Möglichkeit, von der Betriebe und Arbeitnehmer gemeinsam profitieren.

Ausgewogen: Fairer Wettbewerb für alle

Der Beitrag zur Malerkasse ist einheitlich unabhängig davon, welche Urlaubsansprüche bestehen.

Die Erstattungen werden von den individuellen Ansprüchen der Mitarbeiter bestimmt. Der höhere Urlaub von lang gedienten Arbeitnehmern wird über den durchschnittlichen Beitrag auf alle verteilt. Einbezogen werden unter anderem der Zusatzurlaub für Schwerbehinderung und Ausgleichsbeträge für Fehlzeiten.

Die Malerkasse reagiert übrigens zeitnah: Der Betrieb kann schon unmittelbar nach Zahlung seines Beitrags über den Erstattungsbetrag verfügen. Die Personalkosten bestimmen im Maler-Lackiererhandwerk wesentlich die Preisbildung am Markt. Der von den Betrieben erhobene Durchschnittsbeitrag zum Urlaub bietet für alle dieselbe Kalkulationsgrundlage.

Fairer Wettbewerb wird geschaffen, Lohndumping verhindert.

Volle Leistung statt volles Risiko

Die Leistungen der Malerkasse gehen über die Entgeltzahlung der regulären Urlaubsansprüche hinaus. Arbeitnehmer haben in bestimmten Fällen auch dann Anspruch auf Urlaubsentgelt, wenn sie dem Betrieb zeitweise nicht zur Verfügung gestanden haben. In folgenden Fällen schafft die Malerkasse einen Risikoausgleich:

  • Krankheit von mehr als 6 Wochen
  • Betriebsunfall
  • Mutterschutzzeiten (nicht Elternzeit)
  • Zeiten der Wehrübung (nicht Grundwehrdienst)
  • Arbeitsverhinderung wegen schlechter Witterung
  • Berufliche Weiterbildung
  • Mutterschutzzeiten
  • Ehrenamt

Gerade der witterungsbedingte Arbeitsausfall schlägt in unserer Branche besonders empfindlich zu Buche. Gut zu wissen, dass für Ausgleich gesorgt wird.

Die Leistungen der Malerkasse können ausschließlich von Unternehmen in Anspruch genommen werden, für die der Rahmentarifvertrag des Maler- und Lackiererhandwerks (RTV) gilt. Insbesondere erfolgt eine Abgrenzung zu Sozialkassensystemen in anderen Bau- und Ausbauberufen, wo es auch zu Überschneidungen am Markt kommen kann, die gegenüber der Malerkasse höhere Beitragszahlungen von den Betrieben erfordern.

Die Malerkasse wird effizient, kostengünstig und servicefreundlich unter einem Dach geführt.

Urlaubsansprüche sichern - Attraktive Vorsorge schaffen: Unterm Strich profitiert unser gesamtes Handwerk.

Altersvorsorge mit der Malerkasse: Ein sicherer Baustein für ein attraktives Handwerk

Längst ist bekannt: Die gesetzliche Rente reicht zur Sicherung im Alter nicht aus. Die betriebliche Altersvorsorge hat zur Sicherung des Lebensstandards im Alter eine wichtige Aufgabe.

Mit den arbeitgeberfinanzierten Rentenbeihilfen, der zvk-Beihilfe und zvk-Zukunft-Rente, sowie der Maler-Lackierer-Rente, haben die Unternehmen zusätzliche Argumente zur Bindung von Fachkräften an die Branche.