Auszahlung in tariflichen Sonderfällen

Grundsätzlich ist die Auszahlung von Urlaubsentgelt und zusätzlichem Urlaubsgeld nur bei gleichzeitiger Gewährung von Freizeit zulässig.

Sollten Sie nicht mehr in einem Malerbetrieb tätig sein, ist der letzte Arbeitgeber im Maler- und Lackiererhandwerk nur bei Nachweis eines der folgenden tariflichen Sonderfälle zur Abgeltung verpflichtet:

Studium/Schulbesuch
Nachweis: Bescheinigung der Schule / Lehranstalt

Berufswechsel
Mindestens 3-monatige Tätigkeit außerhalb des Maler- und Lackiererhandwerks.
Nachweis: Arbeitsbescheinigung

Selbständigkeit
Nachweis: Kopie der Gewerbeanmeldung

Auswanderung
Nachweis innerhalb der EU: Abmeldung des Einwohnermeldeamtes
Nachweis außerhalb der EU: amtliche Bescheinigung, dass die Ausreisepapiere ausgestellt sind

Todesfall
Die Auszahlung erfolgt an Erben oder an Personen, die für die nachweislich für die Bestattungskosten aufkommen.
Nachweis: Sterbeurkunde, quittierte Rechnung der Bestattungskosten und/oder Erbschein

Dauerhafte Erwerbsunfähigkeit oder Rentenbezug
Nachweis: Kopie des Rentenbescheids

Wechsel ins Angestelltenverhältnis
Nachweis: Bescheinigung des Betriebes.

Arbeitslosigkeit und/oder Krankheit sind keine tariflichen Sonderfälle, in denen eine Abgeltung möglich ist.

Für die Abgeltung des Resturlaubsentgeltanspruchs sind dem Betrieb die entsprechenden Lohnsteuermerkmale mitzuteilen.

Die Pflicht zur Abgeltung im tariflichen Sonderfall besteht nur bis zum Ende des Folgejahres nach dem Ausscheiden aus dem Maler- und Lackiererhandwerk.

Beispiele und Fristen