Zeitpunkt der Eintragungen

Der Arbeitgeber hat in den folgenden Fällen Eintragungen in die Lohnnachweiskarte vorzunehmen:

a) Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Verlässt der Arbeitnehmer innerhalb des Kalenderjahres den Betrieb, um bei einem anderen Arbeitgeber im Maler- und Lackiererhandwerk tätig zu werden, müssen die unter Gebrauch der Lohnnachweiskarte genannten Eintragungen in die Lohnnachweiskarte vorgenommen werden.
Die Lohnnachweiskarte darf in diesem Fall nicht durch Ermittlung des Resturlaubsentgeltes abgeschlossen werden. Nach erfolgter Eintragung ist die komplette Lohnnachweiskarte dem Arbeitnehmer zusammen mit den übrigen Arbeitspapieren gegen Quittung auszuhändigen.

b) Bestehendes Arbeitsverhältnis über Jahreswechsel

Der Arbeitgeber hat die Lohnnachweiskarte abzuschließen. Es sind die unter Gebrauch der Lohnnachweiskarte genannten Eintragungen vorzunehmen. Der Resturlaubsentgeltanspruch ist zu errechnen, einzutragen und zu bescheinigen.Der Original Teil C ist mit Anforderungsvermerk (siehe Anforderung der Lohnnachweiskarte) unverzüglich an die Kasse zu senden. Der Teil B der Lohnachweiskarte verbleibt zunächst beim Arbeitgeber.Bei Erhalt der neuen Lohnnachweiskarte ist das Resturlaubsentgelt aus dem Teil B des Vorjahres zu übertragen. Der Teil B des Vorjahres ist dem Arbeitnehmer gegen Quittung auszuhändigen.

c) Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Maler- und Lackiererhandwerk infolge einer der nachfolgend tarifvertraglich geregelten Sonderfälle:

  • Berufswechsel
  • Auswanderung
  • verstorben
  • dauernd erwerbsunfähig oder Rentner
  • Wechsel ins Angestelltenverhältnis

Die Voraussetzung, Anwendung und Abwicklung der Sonderfälle ist unter Auszahlung in tariflichen Sonderfällen erläutert.

Der Arbeitnehmer hat in jedem der Fälle a) - c) den Empfang der Lohnnachweiskarte oder des Teiles B zu bescheinigen. Er hat die Eintragungen zu prüfen und Beanstandungen unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 3 Monaten, beim Arbeitgeber geltend zu machen.