Risiko? Nicht bei uns.

Die malerkasse lässt in schwierigen Zeiten, wie bei Schlechtwetter, Mitarbeiter und Betriebe nicht alleine. Vielmehr findet eine zusätzliche soziale Absicherung statt, die der Attraktivität der Branche insgesamt zu Gute kommt. Beschäftigte erhalten bei Urlaub an Stelle des Lohns Urlaubsentgelt. Dessen Höhe bemisst sich nach unterschiedlichen Prozentsätzen vom Bruttoarbeitslohn. Je nachdem wie hoch der Urlaubsanspruch ist.

Wenn nicht gearbeitet wird, reduziert sich der Bruttolohn. Für gewisse Fehlzeiten wird mit zusätzlichen Leistungen im malerkasse-Verfahren ein Risikoausgleich gewährt. Damit wird erreicht, dass sich das Urlaubsentgelt für die Beschäftigten in diesen Fällen erhöht und der Betrieb kann höhere Erstattungen anfordern. Im Einzelnen gilt dies in folgenden Fällen:

AusgleichsgrundKennzeichnung

1. Ausgleichsbeträge für Zeiten infolge von:
Krankheit außerhalb der Lohnfortzahlungspflicht (i. d. R. ab der siebten Krankheitswoche) höchstens bis zur Dauer von 26 Wochen je Urlaubsjahr,
für jede volle Woche € 38,35

K

Betriebsunfall höchstens bis zur Dauer von 36 Wochen je Urlaubsjahr,
für jede volle Woche € 38,35

U
Mutterschutzzeiten (nicht Elternzeit), sofern in diesen Zeiträumen keine lohnsteuerpflichtigen Bezüge anfallen, höchstens bis zur Dauer von 18 Wochen je Urlaubsjahr,
für jede volle Woche € 38,35
M
Die oben genannten Ausgleichsbeträge können insgesamt maximal 36 Wochen je Urlaubsjahr gewährt werden.
2. für Zeiten der Wehrübung (nicht Grundwehrdienst), sofern dort kein Urlaub gewährt wurde,
für jede volle Woche € 38,35
W
3. für Zeiten der Arbeitsverhinderung wegen schlechter Witterung im Sinne des § 46 RTV in der Zeit vom 15. November bis 15. März, höchstens bis zur Dauer von 6 Wochen je Urlaubsjahr,
für jede volle Woche € 38,35
A

4. für Zeiten eines zur beruflichen Weiterbildung unterbrochenen Arbeitsverhältnisses, höchstens bis zur Dauer von 4 Wochen je Urlaubsjahr,
für jede volle Woche € 38,35

Bei Besuch einer Meisterschule gilt das Arbeitsverhältnis nicht als unterbrochen, sondern als ruhend. Deshalb können keine Ausgleichsbeträge gewährt werden.

B
5. für Zeiten der Kurzarbeit bis zu 6 Wochen je Urlaubsjahr, wenn Kurzarbeit beim Arbeitsamt angemeldet wurde,
für jede volle Woche € 38,35
Z
6. für Lohnausfallzeiten bei Ausübung gesetzlich auferlegter Pflichten aus öffentlichen Ehrenämtern, bei Ausübung der Pflichten als Mitglied von gesetzlichen Prüfungsausschüssen, bei Wahrnehmung von Mandatspflichten tarifvertraglicher Art, nach der Handwerksordnung oder nach dem Berufsbildungsgesetz.
für jeden vollen Arbeitstag € 7,67
E
Als volle Woche im Sinne der oben aufgeführten Bestimmungen gelten fünf zusammenhängende Arbeitstage.

Ausgleichsbeträge sind Urlaubsentgelt und deshalb wie Ansprüche aus Bruttolohn zu behandeln.